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Grüne Globetrotter

02. September 2010 · 09:56 · Alter: 7 Jahre

Eine Weltreise im Zeichen der Nachhaltigkeit

Seinen Job aufzugeben und sich seiner Leidenschaft zu widmen, scheint vielen ein unerreichbarer Traum. Doch einige wagen den Schritt und krempeln ihr Leben um. So wie Joanna und Franck, ein junges deutsch-französisches Ehepaar, dem der Umweltschutz am Herzen liegt. Anfang August machen sich die beiden auf den Weg, um 18 Monate lang nachhaltige Projekte weltweit zu erkunden.
Der erste Teil ihrer Reise führt sie dabei in das Ökodorf Vauban in Freiburg, zu einem auf medizinische Heilkräuter spezialisierten Kloster in der Schweiz, einem Permakulturkurs in Frankreich und zu Selbstversorgerhöfen in Kanada und Costa Rica. Auf ihrem Blog www.organicvision.org berichten sie über Ihre Erlebnisse.
Joanna und Franck haben ihre Jobs gekündigt, ihre Wohnung aufgegeben und ihre Möbel verkauft – trotzdem strahlen sie voller Optimismus. Joanna, die vor zwei Wochen noch bei der Europäischen Kommission arbeitete, erklärt Ihre Begeisterung über die Reise so: „Alle Welt redet von Klimawandel und der Zerstörung von natürlichen Ressourcen, aber es gibt auch immer mehr spannende Initiativen weltweit, die zeigen, dass es möglich ist im Einklang mit der Natur zu leben. Diese zu entdecken, das treibt uns an.“ - „Wir möchten die Zutaten nachhaltiger Projekte verstehen: Welche Kenntnisse braucht man, welche Weiterbildungen sind nützlich, wie finanziert man solche Projekte, etc. Nach unserer Reise werden wir eine Art Toolbox zusammenstellen, die es für jedermann möglich macht ein nachhaltiges Projekt auf die Beine zu stellen.“, so Franck, der bislang als Controller in einer Bank gearbeitet hat.
Im Rahmen Ihrer Reise wollen die beiden „grünen“ Globetrotter in etwa 30 ausgewählten Projekten auf 5 Kontinenten mitarbeiten und weitere Initativen besuchen, z.B. Transition towns, Ökofarmen und Permakulturgärten.*
Für die Nachhaltigkeit ihres eigenen Projekts haben Joanna und Franck sich entschlossen die CO2-Emissionen ihrer Flugreisen zu kompensieren und ein Teil ihres Reisebudgets in Mikrokrediten
anzulegen, die Entwicklungsländern zugute kommen. Im Oktober 2009 haben sie außerdem den Verein Organicvision gegründet, mit dem sie ein Netzwerk von Aktivisten und Experten für nachhaltige Lebensweisen aufbauen möchten.

*Die Permakultur ist ein Konzept des alternativen Nobelpreisträgers Bill Molison, bei dem es um die Schaffung einer permanent agriculture (dtsch. dauerhafen Landwirtschaft) geht basierend auf einer ökologisch, ökonomisch und sozial
nachhaltigen Nutzung aller Ressourcen.

Mehr über das Projekt und die Reise unter http://www.organicvision.org
Wenn Sie Joanna und Franck als Sponsor unterstützen möchten oder ein nachhaltiges Projekt vorschlagen möchten, schreiben Sie bitte an info(at)organicvision.org.

Joanna Mastalerek (30) kommt ursprünglich aus Polen, ist in Deutschland aufgewachsen und hat in Frankreich, Deutschland und Polen Europäische Studien und Kommunikationswissenschaften
studiert. Fünf Jahre lang hat sie in Brüssel gelebt und dort für die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Europäische Kommission, Generaldirektion Haushalt, gearbeitet.
In Brüssel lernte sie vor sieben Jahren Franck Marion (30) kennen.
Der gebürtige Franzose aus Dijon arbeitet seit 10 Jahren als Controller, zunächst für ein Bahnunternehmen in der Schweiz, dann für eine französische Großbank in Brüssel. Im Rahmen seiner Arbeit hat Franck im Mai 2010 ein Mikrokredit-Projekt in Senegal geleitet.
Im Juni diesen Jahres haben die beiden geheiratet.