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Projektgruppe: GLOWA-Danube
Modellierung typischer Wassernutzer im Einzugsgebiet der Donau (GLOWA-Danube/Umweltpsychologie) SchlagworteWassernutzung, agentenbasierte Simulation, Szenarien, integrative Forschung, EntscheidungsunterstützungssystemZielsetzungFaktoren wie Klimawandel, Landnutzungsänderungen, Wasserverschmutzung oder ein veränderter Pro-Kopf-Wasserverbrauch wirken sich sowohl auf die Wasserverfügbarkeit als auch auf die Wasserqualität aus. Um die Auswirkungen dieser Faktoren zu untersuchen, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Forschungsprogramm GLOWA (Globaler Wandel des Wasserkreislaufs) ins Leben gerufen, welches insgesamt fünf Verbundprojekte umfasst (www.glowa-danube.de).Eines dieser Projekte ist GLOWA-Danube, welches im Jahr 2000 startete und sich derzeit in der zweiten Projektphase (2004-2007) befindet. Das Ziel von GLOWA-Danube ist, die natürlichen und sozialen Prozesse des Wasserkreislaufs im Oberen Donaugebiet in dem Entscheidungsunterstützungssystems DANUBIA (ein integratives Werkzeug zur Untersuchung nachhaltiger Wassermanagementstrategien) abzubilden.Das interdisziplinäre Team von GLOWA-Danube besteht aus insgesamt 11 Fachrichtungen: Hydrologie, Fernerkundung, Wasserwirtschaft, Meteorologie, Ökonomie, Agrarökonomie, Pflanzenökologie, Glaziologie, Tourismusforschung, Informatik und Umweltpsychologie.Das Team Umweltpsychologie ist am Zentrum für Umweltsystemforschung der Universität Kassel angesiedelt und hat ein agentenbasiertes Modell der Wassernutzung privater Haushalte sowie des öffentlichen Dienstleistungssektors entwickelt. Ziel dieses sog. Household-Modells ist die Modellierung des Trinkwasserverbrauchs unter sich ändernden klimatischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Dabei werden alle Haushalte im betrachteten Einzugsgebiet flächendeckend in Bezug auf ihre Nutzungsentscheidungen, ihre subjektive Bewertung von Wasserqualitätsrisiken und ihre Akzeptanz des politischen und wasserbezogenen Status quo abgebildet. Auf diese Weise können sozialwissenschaftliche Szenarien unter Bedingungen globalen Klimawandels erstellt werden, um Konfliktpotentiale und Akzeptanzrisiken abzuschätzen.Das betrachtete Einzugsgebiet schließt die Donau von ihren Quellen bis nach Passau und den dort in die Donau mündenden Inn ein. Das Gebiet ist ca. 76.000 km2 groß und in ihm leben etwa 10 Millionen Menschen. Zum ersten Mal wird ein alpines Einzugsgebiet dieser Größe mit allen seinen Herausforderungen (z.B. Klima, laterale Flüsse, Gletscher und Schnee, verschiedene administrative Systeme) unter Einschluss natur-, ingenieur- und verhaltenswissenschaftlicher Aspekte modelliert.Die Möglichkeiten neuer Informationstechnologien werden eingesetzt, um die beteiligten Disziplinen zu verbinden und mit DANUBIA eine gemeinsame interdisziplinäre Kommunikationsplattform zu entwickeln, z.B. unter Nutzung des industriellen Standards UML (Unified Modeling Language).
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